Mecki will Angebot für Obdachlose verbessern

Ende Mai beginnen die Umbauarbeiten

Der Kontaktladen Mecki am Raschplatz steht kurz vor dringend notwendigen Veränderungen. Das Diakonische Werk Hannover will die Anlaufstelle für Obdachlose umbauen, damit sich das Angebot verbessert.

Jeden Tag kommen mindestens 150 Wohnungslose in die Einrichtung unter der Raschplatzhochbrücke. „An den sechs Wochentagen, an denen wir öffnen, ist das Café stark besucht. Das führt zum Verschleiß des Ladens“, sagt Jamal Keller, Fachbereichsleitung bei der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes. Obdach- und Wohnungslose bekommen im Kontaktladen medizinische Versorgung, Beratung und einen Aufenthaltsort.

„Im Mecki finden Menschen in einer persönlichen Krise Zuflucht. Her werden sie wahrgenommen und wertgeschätzt“, sagt Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes. Die Räume sind mit rund 100 Quadratmetern allerdings sehr beengt.

Beim Umbau sollen beide Räume zusammengelegt werden, damit Krankenschwester und ehrenamtliche Ärzte für die Behandlung der Patienten mehr Platz haben. „Wir können dann Geräte aufstellen und das medizinische Angebot erweitern“, erläutert Keller.

Das neue Büro der Sozialarbeiter entsteht im bisherigen Vorraum. „Wir wollen damit für die Gespräche bessere Bedingungen schaffen. Es ist hier oft sehr laut und für die Klienten schwer, sich zu öffnen“, sagt Keller. Beim Umbau bekommt das Mecki auch einen neuen Fußboden und die Lüftungsanlage wird instandgesetzt. Die Region Hannover trägt die Umbaukosten von rund 40 000 Euro. Zur Vorbereitung ist der Kontaktladen Mecki am 20. und 21. Mai geschlossen.

Der Umbau startet am 23. Mai und endet voraussichtlich am 7. Juni. In dieser Zeit bleibt der Kontaktladen Mecki 1 trotzdem mit einem kleinen Angebot geöffnet. „Wir wollen die Versorgung nicht komplett einstellen“, erklärt Keller. Zudem steht den Obdachlosen der Mecki 2 in der Lister Meile zur Verfügung.

Quellenangabe: HAZ vom 18.05.2022, Seite 19